Intelligentes Trainingskonzept

Rückenschmerzen sind weit verbreitet und haben eine enorme soziale und volkswirtschaftliche Bedeutung erlangt. Im deutschen Gesundheitswesen entstehen dadurch die Hälfte aller Behandlungskosten.

 

Das medizinisch begleitete Tergumed©-Rückenkonzept bietet ein intelligentes und in der Praxis einfach zu handhabendes Trainingsprogramm zur Vorbeugung und Linderung von Rückenproblemen.

 

Rund 90 Prozent aller Patienten sind nach abgeschlossener Behandlung mit dem Tergumed©-Rückenkonzept beschwerdefrei oder haben erheblich reduzierte Schmerzen.

Tergumed©-Rückenkonzept

Ablauf

  • Eingangsanalyse

Zu Beginn steht die tergumed® Eingangsanalyse isometrischer Muskelkrafttestung in Extension, Flexion, Rotation, Lateralflexion und die Erfassung des maximalen Bewegungsausmaßes sowie der subjektiven Schmerzwahrnehmung über einen Schmerzscore. Über die Auswertesoftware tergumed® Check vergleichen wir die erhobenen Daten mit Referenzdaten beschwerdefreier Personen und erstellen automatisch Ihren individuellen Trainingsplan mit Bestimmung der Belastungsparameter wie Intensität, Umfang, Wiederholungen und Pausenlänge.

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  • Training der Muskelkraft, Körperwahrnehmung, Koordi­nation und Beweglichkeit

An den computergestützten Trainingsgeräten wird die Rücken- und Rumpfmuskulatur sowie die Koordination trainiert. Das Muskelaufbautraining wird über die Tergumed-Feedback Software gesteuert. Auf dem Feedbackbildschirm werden Ihre individuellen Vorgabekurven gezeigt, die so genau wie möglich nachtrainiert werden sollen.

 

Über die Vorgabekurven werden Intensität, Bewegungsausmaß und Geschwindigkeit des Trainings exakt gesteuert. Das Nachtrainieren führt zu einem hocheffektiven Koordinations- und Kräftigungsreiz während jeder Trainingsserie.

 

  • Ausdauertraining

Neben Kraft- und Koordinationsdefiziten ist beim Rückenpatienten infolge von Schmerzen und Bewegungsmangel oft auch die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems eingeschränkt.

 

Gezieltes Ausdauertraining, richtig dosiert, trägt zur Linderung der Rückenschmerzen bei und zeigt positive Effekte, vor allem beim subjektiven Schmerzempfinden des Patienten.

 

  • Verhaltenstraining in Kursform

Das Verhaltenstraining wird als begleitendes Gruppentraining in Kursform durchgeführt. Der Patient erhält hier umfassende Informationen und Hilfestellung für den Alltag, wie z.B. Informationen über den Schmerz, Risikofaktoren, Gespräche und Diskussionen, die Analyse von schmerzauslösenden Situationen in Beruf und Alltag, das Training von Haltungs- und Bewegungsmustern, Entspannung und Stressbewältigung.

 

  • Abschlussanalyse

Zum Abschluss des Programms erfolgt noch einmal der Tergumed©-Test mittels Computer-Auswertungen. Anhand dieser Auswertungen können Sie den Erfolg Ihres Trainings anhand Ihrer Trainingsergebnisse im Vergleich zur Eingangsanalyse direkt ablesen.

 

Das Trainingsprogramm ist für Jung und Alt geeignet. Mit einem Zeitaufwand von 2-3 Stunden pro Woche investieren Sie aktiv in Ihre Gesundheit. Bereits nach kurzer Zeit werden Sie Ihren persönlichen Erfolg im Alltag am eigenen, schmerzfreien Körper spüren!

Ziel

Indikationen

Bei folgenden Erkrankungen ist das spezielle Tergumed Training angezeigt:

Wirbelsäulensyndrome mit erheblicher Symptomatik

 

  • bei nachgewiesenem Bandscheibenvorfall (auch postoperativ) und erheblichen Protrusionen außerhalb des akuten Stadiums
  • bei nachgewiesenen degenerativen Veränderungen
  • bei nachgewiesenen Spondylysen und Spondylolisthesen
  • bei Wirbelsäulenverletzungen im Rahmen der konservativen oder postoperativen Behandlung
  • bei rezidivierenden Bandscheibenleiden mit erheblich eingeschränkter Arbeitsfähigkeit
  • Funktioneller Rückenschmerz auch ohne degenerative Veränderungen
  • Muskuläre Wirbelsäuleninsuffizienz und/oder Dysbalance

 

Voraussetzung für die Teilnahme ist dabei, dass operationswürdige Befunde fachärztlich ausgeschlossen sind und postoperative Zustände innerhalb von vier Monaten der Einwilligung des Operateurs bedürfen.

Kontraindikationen

Relative Kontraindikationen
 

  • Tumorleiden
  • medikamentös nicht ausreichend eingestellte Hypertonie
  • belastungslabile KHK
  • relative Herzinsuffizienz
  • kurze Intervallphasen von Rheuma
  • Osteoporose bis 80% Knochendichte des Altersdurchschnitts
  • Bandscheibenvorfälle und Protrusionen bis 3 Monate ohne Operationsindikation
  • grüner Star
  • Diabetes
  • instabile Psyche

 

Absolute Kontraindikationen

  • frische Frakturen (bis 4 Monate)
  • Zustand nach Bauchoperation (bis 4 Monate)
  • Zustand nach gynäkologischer Operation (bis 4 Monate)
  • akut operationswürdige Befunde
  • Narbenbrüche
  • Missbildungen der Wirbelsäule (Spina bifida mit Befall von mehr als einem Wirbelsäulensegment, florider Morbus Scheuermann, Skoliose im Wachstum von mehr als 30° nach Cobb)
  • Schwere Gefäßerkrankungen (Aneurysma der Aorta, Lungenembolie, Thrombose großer Venen, zerebrale Ischämien)
  • schwere Herz- und Kreislauferkrankungen mit Herzinsuffizienz oder instabiler Angina pectoris
  • schwere entzündliche Erkrankungen im akuten Schub z. B. PcP, Morbus Bechterew
  • Osteoporose mit weniger als 80% Knochendichte des Altersdurchschnitts
  • akuter Bandscheibenvorfall mit Beinbeschwerden Operationsindikation (akute Nervenreizung)
  • progressive neurologische Symptomatik
  • Netzhautablösung
  • ansteckende Krankheiten
  • progrediente Instabilität der Wirbelsäule

 

Kostenübernahme

Förderung von Präventionskursen durch die Krankenkasse

 

Seit der Gesundheitsreform 2000 können Krankenkassen nach § 20 SGB V im Rahmen der Gesundheitsprävention die Kosten für Kurse zur Gesundheitsförderung übernehmen. Der Gesetzgeber hat an die Durchführung solcher Kurse hohe Qualitätsanforderungen gestellt, an die wir uns gebunden fühlen.

 

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten einen Großteil der Kursgebühren wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Kurse erfüllen die Voraussetzung für eine Anerkennung durch die Krankenkassen  
  • Der Teilnehmer kann eine regelmäßige Teilnahme (80%) nachweisen.

 

Antrag auf Bezuschussung

 

Bei den Krankenkassen gibt es unterschiedliche Regelungen welche Präventionskurse gefördert werden. Aus diesem Grund sollten Sie sich vor Kursbeginn bei Ihrer Krankenkasse über Fördermöglichkeiten für den von Ihnen gewünschten Kurs erkundigen.

 

Bei der Kursanmeldung müssen Sie die Kursgebühr zunächst privat bezahlen. Den Antrag auf Rückerstattung der Kosten stellen Sie nach Beendigung des Kurses, indem Sie bei Ihrer Krankenkasse die Teilnahmebescheinigung, die sie bei regelmäßiger Teilnahme von uns erhalten, einreichen.

 

Für weitere Informationen und Fragen steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung

Leitung

Thomas Samusch
Ltd. Physiotherapeut

Kontakt
Tel: (02 81) 106 - 20 71

visalis@evkwesel.de 

 

Visalis Therapiezentrum Niederrhein
Schermbecker Landstraße 88a
46485 Wesel