Strahlentherapie - hochmodern und präzise

Wenn bei einem Patienten ein bösartiger Tumor (=Krebs) festgestellt wird, gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, z. B. Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, Hormontherapie, biologische Therapie und auch komplementäre Verfahren. Häufig ist eine Kombination dieser verschiedenen Therapieansätze sinnvoll.

 

Die Strahlentherapie Wesel ist wohnortnaher, zentraler Behandlungspartner krebskranker Menschen.

 

Unser Strahlentherapieteam arbeitet eng mit Ärzten anderer Fachrichtungen und anderem medizinischen Fachpersonal zusammen, um mit einem multidisziplinären und ganzheitlichen Therapieansatz dem Patienten eine erstklassige Behandlung zukommen zu lassen.

 

Bei gutartigen Erkrankungen bieten wir seit kurzem nun auch Röntgenreizbestrahlung mit dem Orthovoltgerät an.

Technische Ausstattung

Linearbeschleuniger und Rotations-IMRT

Unsere Einrichtung am Evangelischen Krankenhaus Wesel verfügt über eine der modernsten technischen Ausrüstungen, die die Strahlenbehandlung von Krebspatienten nicht nur schneller ermöglicht, sondern auch eine noch präzisere Bestrahlung erlaubt. Gewebe und Organe in der unmittelbaren Umgebung des Tumors werden so einer geringeren Belastung ausgesetzt.

Dies ermöglicht der Linearbeschleuniger der Firma Varian, in dem 120 Lamellen so integriert sind, dass sie für eine individuelle Formung des Strahlenfeldes und eine unterschiedliche Dosierung der Strahlen sorgen. Computergesteuert wird die vorberechnete Position eingenommen (konformale 3D-Strahlentherapie). Darüber hinaus können wir bei ausgewählten Tumoren auch eine bildgestützte Strahlentherapie (IGRT) anbieten, die es insbesondere erlaubt kleine Tumoren in der Nähe von Risikoorganen zu behandeln. Ferner führen wir auch eine atemabhängige 4D-Bestrahlung durch, die die Lageveränderung des Tumors über die Zeit berücksichtigt.

Als weitere Besonderheit ist die Möglichkeit einer Rotations-IMRT (RapidArc) zu nennen, die es in sehr kurzer Zeit (3-5 Min.) mit einer Umdrehung des Linearbeschleunigers um den Patienten erlaubt, sehr unregelmäßig geformte Bestrahlungsbereiche unter optimaler Schonung des Normalgewebes zu bestrahlen.  
  

Computertomographie (CT)

Damit eine exakte Behandlungsplanung durch einen Medizinphysikexperten gemacht werden kann, erfolgt vorab in der Regel eine Computertomographie (CT). Wir verfügen über ein solches Gerät. So kann diese wichtige Maßnahme direkt vor Ort durchgeführt werden. Aus den Ergebnissen der CT-Untersuchung leitet sich dann auch die für das jeweilige Erkrankungsbild geeignete Bestrahlungstechnik ab.

 

Orthovolt (Röntgenreizbestrahlung)

Zur Behandlung gutartiger entzündlicher Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. Tennisarm/Golferarm, schmerzhafter Fersensporn) oder bei degenerativen Gelenkerkrankungen (z. B. Arthrosen von Knie, Schulter, Finger) kann Röntgenreizbestrahlung als Ergänzung zur konservativen fachärztlichen Behandlung zum Einsatz kommen.

 

Der erkrankte Bereich wir mit einer niedrig dosierten Röntgenbestrahlung mehrfach behandelt. Eine Einzelbestrahlung ist kurz, meximal 20 Sekunden, umliegendes Gewebe bleibt verschont. Es erfolgt in der Regel eine Behandlungsserie von zwei Bestrahlungen wöchentlich, drei Wochen lang.

 

Die praktisch nebenwirksarme, schmerzfreie Röntgenreizbestrahlung bewirkt eine Rückbildung entzündlich veränderter Strukturen, die Schmerzsymptomatik verbessert sich, wenn auch zeitverzögert. Nach einigen Wochen ist der Erfolg bei den meisten Behandelten deutlich spürbar.

 

Erfahren Sie hier mehr dazu.

 

Schwangere und Jugendliche mit offenen Wachstumsfugen können nicht mit Röntgenreizbestrahlung behandelt werden.

Behandlungsablauf

Aufnahme und Aufklärungsgespräch

Wenn Sie in unserer Strahlentherapie ankommen, werden Sie vom Anmeldungspersonal begrüßt, und es werden die Formalien geklärt. Bitte achten Sie darauf, daß Sie sämtliche verfügbaren Vorbefunde (Arztbriefe, Operationsbericht, Pathologiebericht über die feingewebliche Untersuchung (Histologie), Röntgenbefunde und Röntgenbilder) mitbringen. Nur mit diesen Unterlagen kann sich der Arzt ein ausreichend genaues Bild über Ihre Erkrankung machen und ein für Sie geeignetes Behandlungskonzept aufstellen. Bis Sie aufgerufen werden, nehmen Sie bitte im Warteraum Platz.

Bestrahlungsplanung und Simulation

Um eine optimale und schonende Behandlung zu ermöglichen, sind vor Beginn der Strahlentherapie umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Dazu wird i.d.R. zunächst eine Computertomographie (CT) angefertigt. In jede einzelne Schicht wird vom Arzt das zu bestrahlende Gebiet eingezeichnet und dann vom Medizinphysiker eine geeignete Bestrahlungstechnik berechnet. Hierbei wird auf den Schutz gesunder Organe wie Herz, Lunge und Rückenmark besonderen Wert gelegt. Die Bestrahlungsplanung erfolgt mit Hilfe eines dreidimensional rechnenden Computerprogramms. Die Anordnung der Bestrahlungsfelder muß dann bei einem zweiten Termin auf den Patienten übertragen werden. Wenn die Bestrahlungsfelder korrekt passen, werden sie dokumentiert, und am Patienten werden mehrere Filzstift-Markierungen angebracht, um so die tägliche Einstellung der Bestrahlungsfelder am Bestrahlungsgerät zu ermöglichen. Die angebrachten Markierungen dienen also als wichtige Orientierung bei der Bestrahlung und dürfen nicht entfernt oder selbst nachgezeichnet werden. Abhängig von der zu bestrahlenden Region werden verschiedene Lagerungshilfen eingesetzt. In der Kopf- und Halsregion beispielsweise werden individuell Kunststoffmasken angefertigt, die verhindern, daß sich der Kopf während der Bestrahlung bewegt. Nach Abschluß der Simulation kann wenige Tage später mit der ersten Bestrahlung begonnen werden, dazu erhalten Sie einen entsprechenden Termin.

Die erste Bestrahlung

Die Bestrahlungen finden jeden Tag von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und ca. 18.00 Uhr statt. In der Regel sind für jeden Patienten zehn Minuten am Linearbeschleuniger reserviert, bei komplexen Bestrahlungstechniken auch mehr. Sie kommen täglich zur selben Uhrzeit, es sei denn, Sie erhalten von den MTRAs aus bestimmten Gründen, z. B. Gerätewartung, andere Termine. Der tägliche Zeitbedarf in der Praxis beträgt ca. 30 Minuten, gelegentlich kann es allerdings zu unerwarteten Verzögerungen durch Notfälle oder Geräteausfall kommen. Die Gesamtbehandlungszeit variiert zwischen wenigen Tagen und ca. 8 Wochen.
 

Die Ärzte werden Sie i.d.R. einmal pro Woche ansehen, befragen und ggf. untersuchen. Unabhängig davon können Sie jederzeit auf Wunsch mit einem Arzt Ihrer Wahl sprechen. 
 

Im Verlauf der Bestrahlungsbehandlung können Nebenwirkungen auftreten, die Sie der MTRA bzw. dem Arzt mitteilen sollten. Bestrahlungsbedingte Beschwerden bedürfen einer besonderen Behandlung und besonderer Medikamente, die der Sie behandelnde Strahlentherapeut verschreibt.

Die Nachsorge

Sie haben Ihre Bestrahlungsbehandlung beendet. Ihr Strahlentherapeut wird Sie abhängig von den bestrahlungsbedingten Nebenwirkungen in den nächsten Wochen weiter beobachten und Sie ggf. wieder einbestellen. Nach Abklingen der akuten Nebenwirkungen hängt es vom Einzelfall ab, ob Sie weitere Nachsorgetermine beim Strahlentherapeuten wahrnehmen müssen oder nicht. Für Fragen steht der Sie behandelnde Strahlentherapeut auch weiterhin jederzeit zur Verfügung.

Ltd. Arzt

Maher Qweider 
Facharzt für Strahlentherapie
Ernährungsmediziner

Kontakt
Tel: (02 81) 20 67 57 - 0
Fax: (02 81) 20 67 57 - 47

info@strahlentherapie-wesel.com 

 

Strahlentherapie Wesel
Schermbecker Landstrasse 88a
46485 Wesel