Exakt, punktgenau, schonend

In unserer Praxis wird das gesamte Spektrum modernster Strahlentherapie angeboten. Neben den üblichen dreidimensionalen Standardverfahren, führen wir auch IMRT-Bestrahlungen durch, welche bei Tumoren angezeigt sind, die in der Nähe sehr empfindlicher Organe liegen. Diese Techniken erlauben auch die Bestrahlung unregelmäßig geformter Bereiche durch exakte unterschiedliche Strahlendosen bei maximaler Schonung des gesunden Gewebes.

 

Zudem setzen wir auch vierdimensionale Ganzkörper-Stereotaxie ein. Mit dieser Methode können wir  unter Berücksichtigung der Organbewegungen (die physiologisch bedingt beim Atmen geschehen) ganz exakt, punktgenau bestrahlen. 

 

Aber nicht nur die Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen gehört in unsere Leistungsportfolio. Sondern auch einige gutartige Erkrankungen sprechen sehr gut auf Strahlentherapie an. Hier führen wir eine so genannte Röntgenreizbestrahlung durch.

 

Chronisch degenerative Gelenkerkrankungen, also Arthrose, aber auch Fersensporn, Narbenkeloide und endokrine Orbitopathie werden damit therapiert. Die Erfolgsquote liegt bei 80 - 85 Prozent. 

 

Dafür haben wir ganz aktuell extra ein Orthovoltgerät im Einsatz, welches speziell für diese Zwecke eine schonende, aber dennoch effektive Bestrahlung ermöglicht. 

 

Bösartige Erkrankungen

Hirnschädel

Eine Bestrahlung im Hirnschädelbereich kann bei hirneigenen Tumoren, die vom Gehirn bzw. seinen Häuten ausgehen, notwendig sein. Bei  einer durchgeführten Operation kann sie nach der Operation erfolgen, alternativ aber auch bei nicht möglicher bzw. zu riskanter Operation als alleinige Behandlung. Parallel zur RT kann eine Chemotherapie in Tablettenform oder als Infusion angezeigt sein.

Eine Bestrahlung im Hirnschädelbereich kann auch bei Tochtergeschwülsten (Metastasen) von anderen Tumoren im Gehirn angezeigt sein. Auch hier kann sie nach einer Operation oder als alleinige Maßnahme in Teilen des Gehirns oder als Ganzhirnbestrahlung erfolgen. Eine Chemotherapie wird dann in der Regel nicht parallel durchgeführt.

Zur exakten Lagerung wird bei der CT-Planung eine luftdurchlässige Maske am Kopf befestigt.

Kopf-Hals-Bereich

Eine Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich kann bei Tumoren der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes und anderer Lokalisationen notwendig sein. Bei  einer durchgeführten Operation kann sie nach der Operation erfolgen, alternativ aber auch in einigen Situationen (Mundhöhle) als Vorbereitung für eine danach folgende Operation. Einen hohen Stellenwert besitzt die Bestrahlung als Alternative zu einer Operation insbesondere bei drohendem Organverlust  (Kehlkopf, Mundhöhle). Parallel zur Bestrahlung kann nach einer Operation eine Chemotherapie als Infusion angezeigt sein, bei einer Bestrahlung vor einer OP oder einer alleinigen Bestrahlung ist eine parallele Chemotherapie die Regel. Bei einer alleinigen Bestrahlung kann auch eine Antikörpertherapie als Alternative zur Chemotherapie erfolgen.

Zur exakten Lagerung wird bei der CT-Planung eine luftdurchlässige Maske (u.U. auch als Doppelmaske) am Kopf und im Schulterbereich befestigt. Die häufig komplexen zu bestrahlenden Regionen im Kopf-Hals-Bereich können den Einsatz von Spezialtechniken mit höherem Zeitaufwand notwendig machen. 

Brustdrüse

Eine Bestrahlung bei Tumoren der Brustdrüse erfolgt typischerweise nach einer Operation. Selten kann sie als Alternative zu einer Operation bei sehr weit fortgeschrittenen Tumoren eingesetzt werden. Parallel zur Bestrahlung kann eine Hormontherapie in Tablettenform angezeigt sein.

 

Wir wenden eine besondere Art der Bestrahlung der weiblichen Brust an, bei der eine spezielle Atem-Anhaltetechnik genutzt wird. Dieses so genannte Atemgating reduziert die Belastung von Herz und Lungen gegenüber herkömmlichen Methoden um die Hälfe. Erkrankte Frauen profitieren enorm davon.

 

Zur exakten Lagerung erfolgt bei der Bestrahlung der Einsatz einer speziellen Oberkörper-/Armhalterung. 

Brustkorb

Eine Bestrahlung im Brustkorbbereich kann bei Tumoren der Lunge und der Speiseröhre, seltener auch des Lungenmittelfeldes oder der Rippen, angezeigt sein.

 

Bei einer durchgeführten Operation kann sie nach der OP (Lunge) erfolgen, häufig aber auch als alleinige Bestrahlung bei nicht möglicher oder nicht angezeigter Operation (Lunge, Speiseröhre).

 

Interessant ist der Stellenwert der Bestrahlung bei fortgeschritteneren Tumoren als Vorbereitung für eine danach folgende OP (Lunge, Speiseröhre). Parallel zur Bestrahlung erfolgt üblicherweise immer eine Chemotherapie als Infusion.

Zur exakten Lagerung wird bei der CT-Planung eine Halbkörpermaske am Oberkörper befestigt.

Oberbauch

Eine Bestrahlung kann bei Tumoren des Gallensystems, der Leberpforte, des Speiseröhren-Magen-Überganges und im Lymphsystem angezeigt sein, seltener bei Tumoren des Magens oder der Bauchspeicheldrüse. Die Bestrahlung kann nach einer erfolgten Operation, häufig aber auch als alleinige Therapiemaßnahme erfolgen. Parallel zur Bestrahlung erfolgt sehr häufig eine Chemotherapie als Infusion.

Zur exakten Lagerung kann der Einsatz von Vakuumkissen oder einer speziellen Oberkörper- und Beinlagerung erfolgen.

Die häufig schwierig zu bestrahlenden Regionen im Oberbauch können den Einsatz von Spezialtechniken mit höherem Zeitaufwand notwendig machen. 

Vorsteherdrüse (Prostata)

Eine Bestrahlung der Vorsteherdrüse kann nach einer durchgeführten Operation kurze Zeit darauf (in der Regel nach 3 Monaten) oder im weiteren Krankheitsverlauf (bei einem Tumormarker-Anstieg) notwendig sein.

 

Wir wenden, wenn möglich, maximal schonende Methoden, wie die Goldmarker-gestützte Hochpräzisionsbestrahlung an. Diese belasten Enddarm und Harnblase deutlich weniger, so dass gefürchtete Langzeitnebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz deutlich gemindert werden.

 

Häufig kann sogar statt einer Operation die Bestrahlung als gleichwertige Maßnahme erfolgen. Parallel zur Bestrahlung erfolgt häufig eine Hormontherapie in Spritzen- oder Tablettenform.

Zur exakten Lagerung erfolgt der Einsatz einer speziellen Bein- und Fußhalterung.

Becken

Eine Bestrahlung im Becken kann bei Enddarmtumoren, Harnblasentumoren oder Tumoren der weiblichen inneren Geschlechtsorgane notwendig sein.

Bei Enddarmtumoren sollte fast immer zunächst eine Bestrahlung zur Vorbereitung einer dann folgenden Operation erfolgen, parallel dazu erfolgt eine Chemotherapie als Infusion.

Bei Harnblasentumoren oder Tumoren der weiblichen inneren Geschlechtsorgane kann die Bestrahlung nach einer durchgeführten OP oder insbesondere bei fortgeschritteneren Tumoren anstelle einer OP mit Organerhalt durchgeführt werden. Häufig erfolgt parallel zur Bestrahlung eine Chemotherapie als Infusion.

Zur exakten Lagerung erfolgt der Einsatz einer speziellen Beinhalterung.

Haut

Eine Bestrahlung im Hautbereich kann als Alternative zu einer entstellenden oder technisch schwierigen Operation erfolgen, seltener nach einer durchgeführten Operation.

Extremitäten und Skelett

Extremitäten (Arme / Beine)
 

Eine Bestrahlung an den Extremitäten kann bei Weichteiltumoren notwendig sein. In aller Regel kommt die Bestrahlung nach einer Operation zum Einsatz.
Zur exakten Lagerung werden Vakuumkissen und/oder Arm-/Beinhalterungen verwendet.

 

 

Skelett

Eine Bestrahlung im Skelettbereich (Knochensystem) kann bei knocheneigenen Tumoren notwendig sein. Diese erfolgt üblicherweise nach einer durchgeführten Operation.
Eine Bestrahlung im Skelett kann auch bei Tochtergeschwülsten (Metastasen) anderer Tumoren im Knochen angezeigt sein, dann meistens als alleinige Therapiemaßnahme.

Gutartige Erkrankungen

Gelenkersatz im Hüft-/Knie Bereich

Als negative Begleiterscheinung nach einem Gelenkersatz im Hüft- oder Kniebereich (Prothese) kann es zu überschießenden Verknöcherungen im Gelenkbereich mit Beweglichkeitseinschränkungen nach der Operation kommen. Eine Bestrahlung kann solche Verknöcherungen verhindern. Sie erfolgt in der Regel kurz vor der OP, manchmal auch danach.

Zur exakten Lagerung wird eine Beinhalterung verwendet.

Arthrose

Bei schmerzhaften Verschleißerscheinungen im Gelenkbereich (Hüften, Knie, Schultern, Finger), die auf andere Therapien nicht ansprechen, kann eine Bestrahlung zu einer Schmerzlinderung führen.

Zur exakten Lagerung wird eine Arm- oder Beinhalterungen verwendet.

Sehnenreizungen im Schulter-/Ellenbogen-/Hüft-/Fußbereich (inkl. Fersensporn)

Bei schmerzhaften Sehnenreizungen im Schulter-/Ellenbogen-/Hüft-/Fussbereich, die auf andere Therapien nicht ansprechen, kann eine Bestrahlung zu einer Schmerzlinderung führen.

Zur exakten Lagerung wird eine Arm- oder Beinhalterungen verwendet.

Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie)

Bei einer Hormontherapie eines bösartigen Tumors der Prostata aber auch aufgrund seltener anderer Ursachen kann es zu einer Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) kommen. Um eine solche von vorne herein zu verhindern oder eine bereits vorhandene schmerzhafte Vergrößerung zu behandeln, kann eine Strahlentherapie angezeigt sein.

Erkrankungen der Augenhöhle (Endokrine Orbitopathie, Pseudotumor, etc.)

Eine Bestrahlung im Bereich der Augenhöhle(n) kann bei einer Gewebsvermehrung im Raum hinter dem Augapfel oder um ihn herum angezeigt sein.

Zur exakten Lagerung wird bei der CT-Planung eine luftdurchlässige Maske am Kopf befestigt.

Überschießende Narbenbildung (Keloid)

Eine Bestrahlung kann nach einer operativen Entfernung einer überschießenden Narbenbildung zur Verhinderung eines erneuten überschießenden Gewebswachstums angezeigt sein.

Maher Qweider 
Facharzt für Strahlentherapie
Ernährungsmediziner

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