Erfolgsfaktor Erfahrung

Neben guter Medizin - also sprich Diagnostik und Therapie - hat eine zugewandte, professionelle und respektvolle Pflege einen ganz wichtigen Einfluss auf die Genesung.

 

Wir arbeiten individuell, patientenorientiert, sehen den Patienten ganzheitlich und beachten neueste pflegewissenschaftliche Erkenntnisse!

 

Unser Ziel ist es, den stationären Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Dazu arbeiten wir in enger Abstimmung mit allen Berufsgruppen, die an der Versorgung unserer Patienten beteiligt sind - und in enger Abstimmung mit deren Angehörigen.

 

Dokumentation

Um zu erreichen, dass kein Wissen rund um den Patienten verloren geht, muss ein permanenter umfassender Informationsfluss zwischen allen beteiligten Mitarbeitenden über alle Professionen hinweg erfolgen. Eine präzise digitale Dokumentation am Patientenbett, abgestimmte Weitergaben nach Dienstende, so genannte Übergaben (unter anderem auch Patienten-Übergaben am Krankenbett) und gemeinsame Visiten mit dem ärztlichen Dienst sorgen dafür.

 

Regelmäßige Besprechungen zwischen den Etagen- und Bereichsleitungen mit der Pflegedienstleitung und dem Klinikmanagement sichern die notwendige Kommunikation.

 

Erfahrung

Neue Kollegen und Kolleginnen sollen sich bei uns im Pflegeteam rasch zurecht finden. Um diesen die Orientierung zu erleichtern, haben wir ein strukturiertes Einarbeitungskonzept entwickelt.

 

Ebenso achten wir darauf, dass unser Stellenschlüssel stets passt. Denn nur mit ausreichend qualifiziertem Fachpersonal, das durch Pflegehilfen und Praktikanten unterstützt wird, kann der Erfolg guter professioneller Pflege sichergestellt werden. 

 

Unser großes Team besticht durch einen hohen Anteil an langjährig im Hause tätigen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pflegern. Das spiegelt sich in der täglichen Arbeit wieder. Hier wird mit viel Empathie und Persönlichkeit gearbeitet. Der individuelle Kontakt zu jedem einzelnen Patienten und dessen Bedürfnisse stehen bei uns ganz oben auf der Agenda. Einige unserer Pflegekräfte begleiten viele Patienten bereits seit Jahren.

Stationsarbeit

Wir arbeiten nach dem Konzpet der Bereichspflege. Eine versierte Pflegekraft ist, mit Hilfe von jüngeren Kolleginnen und Kollegen sowie mit Unterstützung von Hilfskräften, für einen bestimmten Bereich auf der Station zuständig. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und bringt eine engere Verbindung zum Patienten. Zudem sorgen therapeutische Teams, in den Ärzten und Pflegende zusammenarbeiten, für die optimale Versorgung der Patienten.

 

Auf insgesamt fünf Etagen sind 356 Planbetten verteilt. Jede Etage wird von einer leitenden Pflegekraft geführt. Die Pflegedokumentation ist bei uns mittlerweile immer weiter digitalisiert. Wir nutzen das moderene Krankenhausinformationssystem iMedOne. Visiten dokumentieren wir modern direkt am Patientenbett, so dass auch keine Information verloren geht.

Kinästhetik

Wir legen Wert darauf, dass sich unsere Pflegekräfte schonend bewegen und ihre Patienten behutsam lagern und rückenschonend drehen. Davon profitieren beide Parteien gleichermaßen. Kinästhetik ist die Lehre der Bewegungsempfindung. Dahinter verbergen sich das Studium und die Wahrnehmung von Bewegungs-Mechanismen sowie die gezielte Umsetzung von Bewegungs-Ressourcen im Alltag.

 

Der Begriff Kinästhetik stammt aus dem griechischen und wird von den Wörtern kiniesis für Bewegung und aisthesis für Empfindung abgeleitet. Bereits in den 1980er Jahren wurde dieses ganzheitliche Gesundheitsförderungskonzept von den Amerikanern Dr. Frank Hatch und Dr. Lenny Maietta entwickelt. Auch in Deutschland hält Kinästhetik mehr und mehr Einzug in Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.

 

Unsere Einrichtung fördert und finanziert bereits seit Jahren gezielt die Kinästhetik-Ausbildung der Mitarbeitenden. Eine ausgebildete und zertifizierte Kinästhetik-Trainerin gibt für Pflegende aller Stationen regelmäßig entsprechende Grundkurse. Darauf aufbauend finden dann die von zertifizierten MH- Kinästhetik-Trainern geleiteten internen Aufbau- und Zertifizierungskurse statt.

 

Inzwischen sind rund 300 Pflegende geschult. Zudem gibt es mit 17 Mitarbeitenden, die sich weiteren Schulungen und Prüfungen unterzogen haben, sowie auf jeder Station mindestens eine zertifizierte Pflegekraft. Diese wiederum schulen ihre Kolleginnen und Kollegen in regelmäßigen Workshops. Ebenso ist Praxisanleiterin Christa Doeltgen-de Beer zertifiziert und bildet turnusmäßig alle Auszubildenden weiter.

 

Eine so große Durchdringung von kinästhetisch ausgebildetem Personal ist aktuell durchaus nicht in jeder Gesundheitseinrichtung üblich und stellt somit ein überregionales Alleinstellungsmerkmal dar.

 

Mit Hilfe von Kinästhetik lernen Pflegekräfte zum einen ihre eigenen Bewegungsmechanismen kennen und wie sie diese gesundheitsfördernd im Stationsalltag anwenden. Zum anderen zeigen sie ihren Patienten neue Möglichkeiten, sich trotz Pflegebedürftigkeit, Erkrankung oder Operation weitestgehend selbständig zu bewegen und diese Fähigkeiten bewusst im täglichen Leben einzusetzen. Dies kann beim Essen, Aufsetzen, Aufstehen oder auch bei der Bewegung und Lage im Bett umgesetzt werden.

Die vorhandenen Beweglichkeitsreserven werden so unterstützt und die Patienten entwickeln Selbstvertrauen und ein positives Körpergefühl.

 

Es gibt viele Möglichkeiten sie einzusetzen: sowohl zur Vorbeugung von Druckgeschwüren (Dekubitus) und Kontrakturen, wie auch in der Frühmobilisation nach Schlaganfall auf der IMC/Stroke Unit. Ebenso profitieren operierte Patienten nach Hüft- oder Baucheingriffen und schwer Erkrankte auf unserer Intensivstation (IBS) von diesem Gesundheitsförderungskonzept.

 

Dabei achten wir hier sehr genau auf die Wünsche und schauen, was der Einzelne kann und was von uns an Hilfestellung benötigt wird, um möglichst selbständig agieren zu können. Patienten werden aktiv und unterstützend in den sonst eher passiven Hebe- und Tragevorgang eingebunden.

 

 

Kinästhetik bringt wirklich einen deutlichen Mehrwert - nicht nur für Patienten, sondern auch für Pflegende. Ihr Einsatz verringert arbeitsbedingte, gesundheitliche Risiken. Verletzungen, Rückenprobleme und Überlastungsschäden können deutlich reduziert werden.

 

Leitung

Jörg Rebhun
Leitung Pflegemanagement