Erfahrung und Einfühlungsvermögen

Jährlich führen wir in unserer Abteilung über 6.000 Allgemein- und Regionalanästhesien durch. Moderne technische Hilfsmittel ermöglichen sämtliche heute in der Medizin gebräuchliche Verfahren. Unser versiertes Expertenteam, dem 15 Ärzte und 40 Gesundheits- und Krankenpfleger mit Fachweiterbildung angehören, kümmern sich um jeden Patienten, dem ein chirurgischer Eingriff bevorsteht, der Schmerzen hat, oder der intensiv-medizinisch betreut und versorgt werden muss. 

 

Im persönlichen anästhesiologischen Aufklärungsgespräch, das in der Regel in unserer Prämedikationsambulanz stattfindet, informieren wir, nehmen Ängste und versuchen so, den Stress unserer Patienten vor einer Operation abzubauen. Wir stimmen das jeweilige Narkoseverfahren individuell auf den Patienten ab.

 

Nach dem chirurgischen Eingriff betreuen wir Frischoperierte in unserer modernen Holding-Area, überwachen die Kreislauffunktionen sowie die Atmung.

Schmerzfreiheit nach einer Operation liegt uns ganz besonders am Herzen. Hierfür kommen verschiedene Methoden zur Anwendung.

 

Schwerpunkte

Intensivmedizin

Intensivpflichtige Patienten werden fachärztlich interdisziplinär und fachpflegerisch auf unserer Intensiv-Betreuungsstation (IBS) versorgt.

 

Wir verfügen über eine sehr gute Expertise, pro Jahr behandeln wir alleine auf dieser besonderen Station mehr als tausend schwer bis lebensbedrohlich erkrankte Menschen.

Narkoseüberwachung

Intraoperative Prävention

Eine kontinuierliche systematische intraoperative Überwachung während aller Phasen der Narkose, einschließlich der Ein- und Ausleitung, sichert einen tiefen "Schlaf" des Patienten. So können Probleme mit der Atmung oder dem Herz-Kreislaufsystem sofort erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. 

 

Wir setzen hierzu insbesondere bei chirurgischen Eingriffen, die im Vorfeld mit einer längeren Dauer kalkuliert werden, oder aber bei Risikopatienten (z.B. hochbetagten Senioren) ein computergestützes EEG-Monitoring ein. Dieses liefert permanent verlässliche Daten, mittels deren die Dosierung optimal angepasst werden kann. 

 

EEG-Monitoring kann zur Senkung des Delir-Risikos maßgeblich beitragen. So treten Symptome wie Orientierungslosigkeit, Angst oder Halluzinationen deutlich seltener auf. 

Schmerztherapie

Wir legen Wert auf individualisierte Schmerztherapie. Durch speziell ausgebildete Fachpflegekräfte (so genannte Pain Nurse) sorgen wir für eine kontinuierliche Betreuung der operierten Patienten, um den Aufenthalt im Krankenhaus so schmerzfrei wie möglich zu gestalten.

Unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse kommen neben den üblichen Therapieverfahren in erster Linie auch invasive Techniken (z.B. Schmerzpumpen) zur Anwendung, wodurch eine effektivere Schmerztherapie und eine deutlich raschere Mobilisierung nach größeren Operationen erzielt werden kann.

Stationäre Patienten, die unter chronischen Schmerzzuständen leiden, werden in enger Zusammenarbeit mit der im Ärztehaus Visalis ansässigen Anästhesiologischen Gemeinschaftspraxis Lemm/Schlott betreut, so dass eine optimale Anpassung der Schmerztherapie an das jeweilige Krankheitsbild möglich ist.

Notarztdienst

Die Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin nimmt am Notarztdienst teil, zudem stellt sie einen Teil der leitenden Notärzte des Kreises Wesel.

Die Ausbildung der Rettungssanitäter sowie die Weiterbildung der Notärzte ermöglichen eine optimale Patientenversorgung bereits vor der stationären Behandlung.

 

Prämedikationsambulanz

Vor einem chirurgischen Eingriff wird in der Prämediaktionsambulanz die Narkoseaufklärung von einen Facharzt für Anästhesie durchgeführt. Ziel ist es, zur Durchführung einer Narkose in Allgemeinanästhesie-, Regionalanästhesie oder örtlicher Betäubung das höchste Maß an Sicherheit zu erreichen und jegliche Risiken und/oder Komplikationen zu minimieren.

 

Dabei gehen wir die komplette Krankenakte gemeinsam mit dem Patienten durch, damit wir uns ein umfassendes Bild machen können. Krankenvorgeschichte, Auffälligkeiten bezüglich der Organfunktionen, bekannte Allergien bzw. Unverträglichkeiten, Nikotin-, Alkohol- oder Drogenkonsum, sowie Schlafstörung und/ oder Schlafmittelabhängigkeit werden dabei diskutiert. Besonders wichtig ist die Mitteilung, ob Probleme oder Komplikationen im Rahmen von stattgehabten Narkosen aufgetreten sind.

 

Auch wenn bei Blutsverwandten Narkosezwischenfälle bekannt sind, sollen diese dem Anästhesisten mitgeteilt werden. Nach Durchsicht der medizinischen Befunde und im persönlichen Gespräch kann dann das individuelle Narkoserisiko eingeschätzt werden. Bei einem höheren Risiko können zusätzliche Untersuchungen erforderlich werden.

 

Der Narkoseaufklärungsbogen, der bereits im Vorfeld ausgehändigt wird, sollte soweit wie möglich ausgefüllt in die Prämedikationsambulanz mitgebracht werden und wird dann beim Termin ausführlich besprochen. Der Anästhesist bespricht dabei dann auch die Anästhesieform, die individuell für den jeweilgen Eingriff  am besten geeignet ist. Wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, werden dabei auch die Vor- und Nachteile jedes Verfahrens sowie die speziellen Risiken sehr genau besprochen.

 

Chefarzt

Dr. med. DEAA
Joachim Große 
 

 

Sekretariat
Ulrike Helfensteller
Gabriele Grüntgens


Tel:   (02 81) 106 - 23 00
Fax:  (02 81) 106 - 23 99

anaesthesie@evkwesel.de 
 

Oberärzte

Dr. med.

Heinrich Bartelworth


Dr. med.

Rainer Bäcker


Peter Beckmann


Dr. med.

Anja Bongwald

 

Simone Enke


Petra König


Dr. med.

Angelika Prost-Igel