Haus mit Historie

Wesel lag im Februar 1945 nach einem verheerenden Bombenangriff in Schutt und Asche. Fast alle Gebäude waren zerstört. Auch die beiden Krankenanstalten der Stadt hatten den Krieg nicht überstanden. Das 1873 errichtete, von Diakonissen aus Kaiserswerth betreute städtische Krankenhaus (160 Betten), hatte einen Volltreffer abbekommen und auch das katholische Marien-Hospital war schwer verwüstet und konnte nicht mehr genutzt werden. 

Doch der Wiederaufbauwillen in dieser Zeit war enorm. Die Stadtväter baten das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde, bei der Finanzierung eines neuen Krankenhauses mitzuhelfen. So kam es im September 1956 zur Gründung der Gesellschaft Evangelisches Krankenhaus Wesel. Gesellschafter waren die damals 15 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Wesel. Ziel, Zweck und Aufgabe dieser neu gegründeten Gesellschaft war einzig Bau und Betrieb eines Krankenhauses.
 

Für den Neubau stellte die Stadt Wesel ein 7 ha großes Grundstück zwischen Schermbecker Landstraße, Aaper Weg und Kiek in den Busch zur Verfügung. Im Herbst 1959 rollte die erste Planierraupe an und der 1. Bauabschnitt begann. Am 2. Mai 1962 war es dann soweit: das 190 Betten-Haus mit Krankenpflegeschule wurde eröffnet. Allgemeine wirtschaftliche Probleme der 60er Jahre verzögerten dann allerdings den 2. Bauabschnitt. Nachdem dessen Finanzierung jedoch gesichert war, konnte dieser 1973 begonnen und im Frühjahr 1979 vollendet werden.

Im Jahr 2012 feierte das Evangelische Krankenhaus sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest.