Logopädie

Kommunikation möglich machen

 

Das Aufgabengebiet der Logopädie besteht in der Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm-, und Schluckstörungen.

 

Das logopädische Team besteht derzeit aus vier Logopädinnen. 

 

Das umfassende Wissensspektrum welches durch stetige Fort- und Weiterbildungen erweitert wird, ermöglicht uns eine individuell angepasste Therapie für den Patienten zu planen und umzusetzen.

 

Wir agieren in enger Zusammenarbeit mit Ärzten-/innen, dem Pflegepersonal und anderen therapeutischen Disziplinen und arbeiten als fester Bestandteil im Bereich der Neurologie, Inneren Medizin, Onkologie, Palliativ und Intensivmedizin.

 

Sprach-, Sprech-, Stimm- sowie Schluckstörungen sind häufig Folge von neurologischen Erkrankungen. Diese verängstigen natürlich besonders dann, wenn sie nach einem akuten Ereignis wie einem Schlaganfall erstmalig auftreten. Deshalb ist die rasche Einleitung geeigneter Therapiemaßnahmen innerhalb eines engen Zeitfensters von enormer Wichtigkeit.

 

Sprachstörungen (Aphasie)

Der Begriff Aphasie bezeichnet eine akut aufgetretene Sprachstörung, in den meisten Fälle durch einen Schlaganfall entsteht.

 

Bei der Aphasie können alle Bereiche des Sprachzentrumsbetroffen sein: Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben.

Sprechstörungen (Dysarthrie)

Bei einer Dysarthrie ist die Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen gestört. Alle am Sprechen beteiligten Muskelgruppen wie Atemmuskulatur, Kehlkopfmuskulatur oder Zungen- und Lippenmuskulatur können von der Bewegungs- und Koordinationsstörung betroffen sein. Bei einer Dysarthrie ist die Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen gestört. Alle am Sprechen beteiligten Muskelgruppen wie Atemmuskulatur, Kehlkopfmuskulatur oder Zungen- und Lippenmuskulatur können von der Bewegungs- und Koordinationsstörung betroffen sein.

Stimmstörungen (Dysphonie)

Stimmstörungen äußern sich in der eingeschränkten Belastbarkeit der Stimme, Schmerzen und/oder einem Fremdkörpergefühl im Kehlkopf. Sie können funktionelle oder organische Ursachen haben. Sie kann auch Folge eines Schlaganfalls sein.

Schluckstörungen (Dysphagie)

Man versteht unter einer Dysphagie die Störung, Speichel, Nahrung oder Getränke sicher von der Mundhöhle in den Magen zu befördern.

 

Wir diagnostizieren und behandeln Schluckstörungen bei Erwachsenen, die zum Beispiel in Folge von neurologischen Erkrankungen (Schlaganfällen, multipler Sklerose, Parkinson- neurodegenerativer Genese), Tumorerkrankungen, nach Intubation oder unklarer Ursache, auftreten.

Im Rahmen einer gezielten logopädischen Behandlung lassen sich die Symptome durch unterschiedliche Ansätze in der Regel positiv beeinflussen. Logopädische Fachkräfte trainieren mit den Betroffenen und ermöglichen so wieder einen besseren verbalen Austausch.

 

Auch Patienten, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, erhalten während ihres stationären Aufenthaltes auf ärztliche Anordnung die entsprechende Hilfe, um so eine Verbesserung des Sprachbildes zu erhalten. Im Rahmen der so genannten LSVT-LOUD-Therapie gehen hier speziell ausgebildete Trainer individuell auf die immer leiser und monotoner werdende Stimme ein und verhelfen dieser dadurch langsam wieder zu mehr Kraft.

Bildgebende Diagnostik von Schluckstörungen

Die bildgebende Diagnostik von Schluckstörungen führen wir im stationären sowie auch im ambulanten Rahmen durch. Dabei haben wir die Möglichkeit eine Dysphagie mittels zwei verschiedener Untersuchungsformen zu untersuchen. Wir bieten sowohl die FEES (Fiberendoskopische Untersuchung des Schluckens) als auch die Videofluoroskopie (Durchleuchtung mittels Röntgen) an.

FEES

Die endoskopische FEES-Untersuchung ist eine sehr gut verträgliche Untersuchungsmethode. Sie wird mit einem dünnen Endoskop durchgeführt. Das Endoskop wird über die Nase eingeführt und verbleibt während der Untersuchung im Rachen, um den Schluckvorgang zu beobachten. Bei der Untersuchung wird das Schlucken mit verschiedenen Nahrungskonsistenzen überprüft. Durch ihre schnelle und ergebnissichere Durchführung ist die FEES eine wichtige und häufige Untersuchungsmethode bei Schluckstörungen.

VFS

Die Videofluoroskopie wird in Zusammenarbeit mit unseren Radiologen durchgeführt. Dabei wird der Schluckakt im Röntgen durchleuchtet. Bei diesem Untersuchungsverfahren können die Schluckphasen ebenfalls mit verschiedenen Nahrungskonsistenzen beurteilt werden.