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Aufgabe der Nieren sind unter anderem: Ausscheidung von Wasser, Salzen und Schlackenstoffen; Regulation des Knochenstoffwechsels sowie des Vitaminhaushaltes; Steuerung der Blutbildung; Regulation des Säure-Basen-Haushaltes; Einstellung des Blutdruckes; Kontrolle der Lungen- und Herzfunktion.

 

Eine Erkrankung der Nieren betrifft daher immer den gesamten Körper; dies macht Nierenerkrankungen so gefährlich. Nicht zu Unrecht sagt der Volksmund " Das geht mir an die Nieren" und meint damit sehr einschneidende Erfahrungen im Leben.

Allen Nierenkrankheiten gemeinsam sind folgende Zeichen: Verschlechterung der Nierenfunktion, Bluthochdruck, Eiweiß- und Blutausscheidung mit dem Urin (zumeist in nicht sichtbaren Mengen). Erkannt werden können Nierenerkrankungen unter anderem durch eine Erhöhung der Nierenwerte im Blut. Am häufigsten werden zwei Nierenwerte bestimmt, der "Harnstoff" (Normalwert bis 50mg/dl) und das Kreatinin (Normwert für Frauen bis 1,1mg/dl, für Männer bis 1,3mg/dl).

Überschreitet das Kreatinin den Wert von 1,5mg/dl, so bedeutet dies eine Einschränkung der Nierenfunktion auf 50% des Normalen. Überschreitet der "Harnstoff" einen Wert von 50mg/dl, so ist die Nierenfunktion auf 25% der Norm eingeschränkt.

Scheinbar geringe Veränderungen der Nierenwerte bedeuten in Wahrheit eine tief greifende Veränderung ihres Gesundheitszustandes. So entwickelt sich gerade bei Patienten mit "leicht erhöhten" Nierenwerten eine Arteriosklerose wesentlich schneller als bei Nierengesunden, zudem ist die Arteriosklerose wesentlich stärker ausgeprägt. Das ist von Bedeutung. So haben nierenkranke Patienten im Vergleich zu Nierengesunden ein erheblich höheres Risiko einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden und daran auch zu versterben.

Jede Erhöhung der Nierenwerte sollte daher Anlaß sein, den Nierenspezialisten (Nephrologen) aufzusuchen.